
Kotor
Kotor liegt am Ende einer tief eingeschnittenen Bucht in Montenegro, umgeben von steilen Bergen. Die mittelalterliche Altstadt, die mächtigen Befestigungen und die maritime Kulturlandschaft gehören zum UNESCO-Welterbe.

Hier sind einige wichtige Informationen für Kreuzfahrtpassagiere, bevor sie in Kotor ankommen:
1. Altstadt von Kotor
Die kompakte Altstadt liegt vollständig innerhalb der Stadtmauern.

Durch das Seetor gelangt man direkt auf den Waffenplatz mit Uhrturm, Palästen, Cafés und kleinen Geschäften.
Enge Gassen führen zu weiteren Plätzen, Kirchen und ehemaligen Adelspalästen.

Venezianische Einflüsse sind besonders deutlich, weil Kotor über Jahrhunderte zur Republik Venedig gehörte.
Das historische Pflaster ist stellenweise uneben. Für einen entspannten Rundgang bleibt man in den unteren Gassen und verzichtet auf den Festungsaufstieg.
2. Menschenmengen und Kreuzfahrttourismus
Kotor ist klein und kann an Tagen mit mehreren Schiffen sehr voll werden.
Besonders Seetor, Waffenplatz, Kathedrale und die schmalen Gassen sind zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag stark belastet.
Große Schiffe ankern häufig in der Bucht und tendern.

Dadurch entstehen zusätzliche Wartezeiten. Die letzte Tenderzeit und eine großzügige Rückkehrreserve sind unbedingt zu beachten.
3. Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Die Kathedrale des heiligen Tryphon stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der wichtigsten romanischen Bauwerke an der östlichen Adria.

Der Aufstieg zu San Giovanni und den Befestigungen bietet spektakuläre Ausblicke, umfasst aber sehr viele Stufen, starke Steigungen und kaum Schatten. Er ist nur für fitte Besucher geeignet.

Wer Fitness Problem verspürt, kann auf die in luftige Höhen fahrende Seilbahn zurückgreifen.

Eine Bootsfahrt nach Perast und zur Felseninsel Gospa od Škrpjela zeigt die Bucht aus ihrer schönsten Perspektive und ist eine gute Alternative zum anstrengenden Aufstieg.
4. Klima und beste Reisezeit
Kotor hat heiße Sommer und milde, regenreichere Winter. Die geschützte Lage zwischen Bergen kann im Hochsommer schwül und sehr warm werden.
In den Steinplätzen der Altstadt staut sich die Hitze. Sonnenschutz und Wasser sind wichtig; für den Festungsweg braucht man zusätzlich feste Schuhe und sollte die Mittagshitze meiden.
5. Sprache und Währung
Amtssprache ist Montenegrinisch; Serbisch, Kroatisch, Bosnisch und Albanisch sind ebenfalls gebräuchlich. In touristischen Einrichtungen wird meist Englisch gesprochen.
Montenegro verwendet den Euro, obwohl das Land nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Karten werden häufig akzeptiert, Bargeld ist für kleine Geschäfte, Boote, Märkte und Taxis empfehlenswert.